| Tourismus/Freizeit | ![]() |
![]() |
| Der "Klapotetz" - das steirische Windradl |
Wer
kennt es nicht? Das Wahrzeichen des steirischen Weinlandes? Es ist
mit dem Weinland genauso verbunden wie die Hügelketten, die Bergkuppen,
die Pappeln, die Gehöfte der Winzer und die Vielfalt der landwirtschaftlichen
Kulturformen. Früher wurde es fast ausschließlich Windradl
oder auch Windmühle genannt. Im letzten Jahrzehnt hat sich immer
mehr der Name "Klapotetz" verbreitet. Er ist wohl von den
südlichen Nachbarn in unser Land gekommen. Ist doch in dem slowenischen
Wort der Klang des Klapotetz fast zu hören. Über das Alter
des Klapotetz ist nichts Genaues bekannt. Prof. Leopold Kretzenbacher
führt in seinem Buch "Windradl und Klapotetz" 1797
eine erste handschriftliche Notiz an. Aus dem Jahr 1832 gibt es eine
Darstellung des Schlosses Wisell bei Cilli mit einem Klapotetz. Natürlich
hatte auch Erzherzog Johann bei seinem Weingut in Pickern 1836 schon
einen Klapotetz.Es gibt über den Termin des Aufstellens des Klapotetz verschiedene Ansichten. Der eigentliche Tag ist der des Heiligen Jakobi am 25. Juli. Der Abbau oder das Stilllegen erfolgt zu Allerheiligen 1. November oder zu Martini. Ursprünglich war es die Aufgabe des Klapotetz mit der beginnenden Reife der Weintrauben die Vögel aus den Weingärten zu vertreiben. Am Anfang ist dies auch bewirkt worden, doch bald merkten die Vögel, daß ihnen von dem Geklapper keine Gefahr droht. Nun aber ist eigentlich aus dieser Vogelscheuche eine Fremdenverkehrsattraktion geworden. Die einzelnen Teile eines Klapotetz werden aus verschiedenen Holzarten hergestellt: die Flügel aus Fichtenholz, die Klöppeln oder Klappern aus Buchenholz, der Block aus Esche oder Kastanie. Das Schlagbrett muß unbedingt aus Kirschbaumholz sein, denn es erzeugt, wenn darauf geschlagen wird, schrille Töne.
Der größte Klapotetz der Welt steht am Demmerkogel und ist dem Hl. Jakobi
geweiht. In 200 Stunden Schwerarbeit wurde er von Herrn Manfred Perl aus
Brünngraben erbaut. Weinbaugemeinde St. Andrä-Höch | www.st-andrae-hoech.at | Tel. 03457/2258-0 |